Wichtige Dinge

Wichtig ist, was nicht funktioniert. Dieser Gedanke funkelte bei mir früh in meinem Leben. Sicherlich kam er nicht aus eine Klugheit, sondern von woanders her. Ich glaube, viele Gedanken gehabt zu haben, keiner hat aber den Verlauf der Jahre so gut überlebt.

Ich finde immer wieder Fälle, wo dieser Gedanke zutrifft. Mal sind es praktische Fälle, mal sind es geistige Fälle, der Gedanke scheint immer gut zu allem zu passen. Man denkt nicht ständig, oder überhaupt nicht über alle Teile eines Autos nach, bis das Auto sich plötzlich weigert zu starten. Nur dann wird ein kleiner Teil des Autos in unserer Wahrnehmung wichtig. Das gleiche gilt für Staubsauger und insbesondere für Heizungsanlagen im Winter. Gravierend wird es natürlich, wenn unsere Nieren nicht mehr gut das Blut reinigen können, unsere Lungen nicht mehr viel Luft aufnehmen können, unser Herz nicht weiter seinen Takt halten kann, oder unsere Synapsen zerbröseln. Nicht weniger gravierend wird es , wenn Gefühle nicht mehr funktionieren. Ach Gefühle!

Wir lernen in der letzten Zeit, dass unsere geistigen Wahrnehmungen nichts anderes sind als chemische Reaktionen in unserem Körper. Im Grunde genommen ist unser Dasein das Resultat deterministischer Zusammenspiele; wir reagieren auf unsere Umgebung jenseits unseres Willens. Denn unser Wille ist auch eine chemische Reaktion mit vorhersehbarem finalem Zustand. Nichtsdestotrotz begehen einige von uns Suizid!

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